Schon früh um 7.30 Uhr hat heute ein Fahrer von TNT geklingelt. In der Hand hatte er ein beachtliches Päckchen mit Rohkaffeesamples aus Brasilien von →DATERRA. Warum eigentlich Rohkaffee von DATERRA, wenn wir bisher eher von ganz kleinen Farmen gekauft haben?! Im November ist uns ein wirklich wunderbarer Kaffee von Stefan Bracht (→Kiez Rösterei, Berlin-Kreuzberg) in die Hände gefallen. Als Rohkaffee für diesen diente ein Bourbon Yellow von DATERRA, welchen wir unbedingt einmal selbst rösten möchten! Nun werden wir uns in den kommenden Wochen einmal den Samples aus Brasilien widmen und uns ein Urteil bilden.
Hier noch ein paar weitere Informationen zu den DATERRA FARMS:
DATERRA ist ein größerer Kaffeefarmer und Direktexporteur aus Brasilien. DATERRA hat sich neben der Produktion von qualitativ hochwertigem Kaffee ebenso soziale- und ökologische Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben und wirbt auch damit. Anders als bei unsere bisherigen Rohkaffees die ausschließlich von kleinen, familiär geprägten Farmern produziert worden ist DATERRA ein Großbetrieb der traditionellen Kaffeeanbau mit modernen Anbautechnik verbindet. Wir werden neben der geschmacklichen Beurteilung der Kaffees ebenso überlegen in wie weit diese Kaffees zu unserer Philosophie passen. Der erste Kontakt zu DATERRA und die Betreuung durch Gabriel waren auf jeden Fall sehr freundlich und offen, so dass wir bestimmt alle Informationen zu den Rohkaffees und den Anbaubedingungen bekommen werden.
Cupping Burundi
Heute Morgen war es dann so weit, das Cupping der Kaffees aus Burundi und Ruanda stand auf dem Programm. Zur Verkostung gab es vier Kaffees aus Burundi, wobei ich leider den Namen keiner dieser Kaffees richtig auszusprechen vermag, und einen aus Ruanda. Es ist immer wieder spannend festzustellen welche geschmacklichen Unterschiede in Säure und Bitterkeit Kaffees aus so eng beieinanderliegenden Anbaugebieten haben können. Auf jeden Fall sind bei allen Kaffees deutlich erdige Noten zu schmecken, zudem haben sie einen recht kräftigen Körper. Zwei der zur Auswahl stehenden Kaffees haben unser Interesse geweckt und müssen wohl noch ein zweites Mal aufgebrüht und verkostet werden.
Samples von Nordic Approach
Heute sind Rohkaffeesamples, alles Afrikaner (Burundi und Ruanda), von →Nordic Approach bei uns eingetroffen. Morten Wennersgaard und Tim Wendelboe sind die Gründer von Nordic Approach und beschäftigen sich schon seit längerer Zeit mit dem Direktimport von besonders hochwertige Rohkaffees. Die Samples aus Afrika sollen sich anders als unsere bisherigen Kaffee durch einen besonders kräftigeren Körper auszeichnen. Aus diesem Grund möchte Oliver unbedingt mal einen Afrikaner in unser Kaffeesortiment mit aufnehmen.
Taramesa
Äthiopien – die Geburtsstätte des Kaffees – bekannt auf der ganzen Welt für seine komplexen Kaffees mit ausgefallenen Tassenprofilen und starken Noten von roten Beeren und Jasmin.
Die Kooperative
Taramesa ist ein Rohkaffee der gleichnamigen Kooperative. Mit 2330 Mitgliedern gehört sie zu den größeren Kooperativen, auch wenn sie noch immer ein Zwerg gegenüber der Sidama Coffee Farmers Cooperative Union (SCFCU) ist zu der Taramesa gehört. Hier sind unglaubliche 80.000 Produzent*innen organisiert. Durchschnittlich bewirtschaften die Farmer nur 0.5 Hektar im District of Shebedino in der Region Sidama, 300km südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Im Jahr 2014 hat die Kooperative drei Container Rohkaffee produziert und im Jahr 2015 bereits sechs. Die ProduzentInnen erhalten aktuell 12 äthiopische Birr für ein Pfund roter Kaffeekirschen, im Jahr 2008 waren es 4 Birr.
Anbau und Aufbereitung
Bei dem von uns verwendeten Rohkaffee handelt es sich um einen reinen Arabica, der in einer Höhe von 1.800-1.900m angebaut und nach der Ernte trocken aufbereitet wird. Zur Aufbereitung als Natural gehört die Sonnentrocknung auf „afrikanischen Betten“.

Geschmack
Taramesa ist ein kräftiger Kaffee mit ausgeprägtem Körper und wenig Säure. Ein typischer Äthiopien Natural eben. Geschmacklich überzeugt er durch schöne fruchtig, beerige Noten und sehr viel Süße. Wir Rösten den Taramesa als omniroast das heißt man kann ihn als Filterkaffee und Espresso gleichermaßen genießen.
Lieferung Finca Yuri aus Kolumbien
Heute war wieder so ein aufregender Tag, der Rohkaffee der Finca Yuri aus Kolumbien wurde geliefert. Juan hatte die Lieferung in der vergangenen Woche schon telefonisch angekündigt, vorhin dann noch der Anruf der Spedition – und jetzt ist er da. Eine kleine Palette mit feinstem Supremo Rohkaffee aus Kolumbien. Der Kaffee wurde natürlich sofort von der unansehnlichen Verpackung befreit, in die Rösterei gebracht und einer Qualitätsprobe unterzogen. Schnell den Kaffeesack aufgeschnitten, beide Hände mit Rohkaffeegefüllt und ordentlich geschnuppert … Wie herrlich frisch der riecht, unglaublich. Wir freuen uns jetzt schon auf das erste Rösten.
Brewing Equipment eingetroffen
„Wir verkaufen Kaffee nur als ganze Bohne“ begegnen wir unseren Kunden und Freunden immer wieder ganz frech. Das tun wir nicht um euch zu ärgern, nein nach dem mahlen der Bohne verliert der Kaffee nur unglaublich schnell sein Aroma und alle anderen Geschmacksstoffe. So kamen also auch immer wieder die Themen Kaffeemahlen und geeignete Kaffeemühlen sowie weiteres Equipment für die Zubereitung des von uns so geliebten Filterkaffees zur Sprache. Somit haben wir uns entschieden dieses mit in unseren →Webshop aufzunehmen. Heute ist nun die erste Lieferung feinsten HARIO Equipments bei uns eingetroffen. Ab sofort bekommt ihr bei uns folgende Produkte für die Zubereitung von Filterkaffee bzw. handgemachten Espresso:
• HARIO Kaffeemühlen
• HARIO Dripper, Filterpapier und den entsprechenden Server
• HARIO Buono Aufgußkanne sowie den
• AEROBIE AeroPress Kaffeezubereiter
Berlin School of Coffee
Einen guten Espresso zuzubereiten will gelernt sein. Und einen Cappuccino auch, denn da kommt die Milch in Spiel. Obwohl wir einen starken Fokus auf die Röstung und Zubereitung von Filterkaffee setzen, wollen wir das Thema Espresso und espressobasierte Kaffeegetränke nicht aus den Augen lassen. Entsprechend habe ich, Kevin, mich auf die Reise in Deutschlands aktuell wohl angesagteste Kaffeeszene nach Berlin gemacht. Neben den Besuchen einiger angesagter Kaffeebars stand natürlich eine vertiefende Baristaausbildung an der Berlin School of Coffee auf dem Lehrplan. Neben der guten Ausstattung der Trainingsküche mit Espressomaschinen von →La Marzocco, →Della Corte, →La Cimbali und →Vibiemme konnte insbesondere Simone die Trainerin durch ein super Fachwissen und wirklich gute Praxistipps glänzen. Einziger Wermutstropfen der Woche in Berlin war die körperlich bedingte Obergrenze an Koffein die ein Mensch pro Tag zu sich nehmen kann … das schränkt dann schon ein. Zudem muss ich mich noch bei Jette bedanken, die mich während meines Aufenthaltes in ihrer Altberliner Wohnung aufgenommen und hervorragend bewirtet hat.
Ankole

Herkunft
Unser Rohkaffee wird von der Ankole Coffee Producers Cooperative Union (ACPCU) im südwestlichen Uganda produziert. Seit ihrer Gründung im Jahre 2006 ist die Kooperative auf 12.000 Mitglieder angewachsen, die in 20 „Unter-Kooperativen“ organisiert sind und jedes Jahr etwas 48.000 Säcke Kaffee exportiert. Die Kooperative setzt sich aus verschiedenen Volksgruppen zusammen, die sogar unterschiedliche Sprachen sprechen aber gemeinsam die Vision von Qualitätskaffee und einer Verbesserung der lokalen Lebensbedingungen teilen. ACPCU ist EU Bio, Naturland, Fairtrade und Rainforest Alliance zertifiziert und genügt damit höchsten Standards zum Schutz der Menschenrechte der Umwelt, sowie im Bereich ökologischem Anbau auf Verbandsniveau (strikter als der des EU-Bio-Siegel).
Eigenschaften
Bei dem von uns eingekauften Kaffee handelt es sich um einen halb-trocken aufbereiteten Arabica (honey) in Specialty Coffee Qualität.
- Geographische Region: Süd-West Uganda in den Regionen : Bushenyi, Sheema, Mitooma, Ntungamo, Rubirizi, and Buhweju.
- Anbauhöhe: 1400 – 1850m.
- Zertifizierungen : Fairtrade and Organic (EU, NOP, JAS) and Naturland as well as Rainforest Alliance.
Geschmack
Der Rohkaffee zeichnet sich durch einen starken Körper, eine milde Säure sowie ein Geschmacksprofil von Schokolade, Aprikose und Karamelle aus.
Preis-Transparenz:
Der Rohkaffee wurde zu einem FOB-Preis (Free on board) von 1,92 US$/lbs eingekauft, der sich wie folgt zusammensetzt:
- 1,35 USD Fairtrade-Mindestpreis (für Natural-Arabica)
- + 0,20 USD Fairtrade Prämie
- + 0,30 USD Bio-Prämie
- + 0,07 USD Qualitäts-Aufschlag
Engagement
Mit ihrem Enagement und den Prämien, die ACPCU über den Verkauf von Specialty Coffee und Kaffee über die Zertifizierungssysteme erhält, ist es gelungen neben umfassenden Investitionen zur Verbesserung der Qualität ein eigenes Gesundheitszentrum aufzubauen, bei dem wechselnde Ärzt*innen Mitglieder der Kooperative, deren Familien sowie die lokale Bevölkerung behandeln.


APPAECE ausverkauft
Und schon ist es passiert! In unserem letzten Blogeintrag haben wir noch über auslaufende Kaffees geschrieben, jetzt ist der APPAECE leider schon ausverkauft. Den APPAECE aus Guatemala haben wir als Filterkaffee sowie als Espresso geröstet und vielleicht ist Achim mit seiner mobilen Espressobar →„Tante Käthe’s Kaffee Bar“ aus Oldenburg nicht ganz unschuldig … Er hat nämlich einfach mal eben eine Großbestellung für den APPAECE Espresso aufgegeben und so all unsere letzten Reserven geplündert. Wer als noch einmal den leckeren APPAECE als Espresso schlürfen will muss sich schnell auf den Weg nach Oldenburg machen.
Cupping Kolumbien
Da wir das Konzept verfolgen von Zeit zu Zeit unsere auslaufenden Kaffees durch neue zu ersetzen und euch damit die Möglichkeit bieten wollen immer wieder neue Geschmacksvariationen und Aromen der verschiedenen Kaffeeanbauregionen kennen zu lernen haben wir begonnen uns auf die Suche nach neuen Rohkaffees zu machen. In den vergangenen Tagen haben wir Samples von →Tierra de Cafe aus Kolumbien bekommen. Juan lebt in Luxemburg sowie Kolumbien und ist der führende Kopf hinter dem Kaffeeprojekt bei dem es insbesondere um den direkten Kontakt mit den Kaffeebauern geht. Auch hier stehen neben der hohen Rohkaffeequalität ebenso faire Preise sowie soziales- und ökologisches Engagement ganz oben auf der Agenda. Kaffees aus Kolumbien zeichnen sich in der Regel durch einen mittelkräftigen Körper, eine ausbalancierte Säure und ausreichend Fruchtigkeit aus. Bei unserem Cupping ist uns der Kaffee der Finca Yuri besonders aufgefallen … Wir schlafen noch einmal eine Nacht drüber und überlegen ob dieser Kaffee zu uns passen könnte.
Pongo

Herkunft des Pongo
unser Pongo Rohkaffee wird im Norden der Insel Sumatra (Indonesien) in der Region Aceh im Gayo Hochland in einer Höhe zwischen 1.200m und 1.500m angebaut.Die Kaffeekooperative Ketiara hat rund 1.000 Mitglieder bei einem Frauenanteil von ca. 90% und ist sowohl Bio, als auch Fairtrade zertifiziert. Ketiara ist nicht einfach eine gewinnorientierte Organisation, die Kaffee anbaut und verkauft. Die Mitglieder verpflichten sich nachdrücklich der sozialen Verantwortung und der Realisierung der wirksamsten Maßnahmen, um größten Nutzen für die Arbeiter*innen, die Gemeinschaft, die Produzent*innen und
ihre Familien zu ermöglichen. Gleichzeitig steht der Schutz der natürlichen Umwelt und der Wälder im Mittelpunkt.
Sonntags in der Rösterei
Obwohl wir am Tag des Kaffees schon so viele Besucher hatten gibt es immer wieder Anfragen, ob man uns und unsere Rösterei nicht einmal Besuchen bzw. näher kennen lernen kann. Gefragt, getan … natürlich kann man das! An diesem Sonntag war es dann wieder so weit. Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit konnte das ganze zwar nicht mehr unter freiem Himmel stattfinden, aber in den Räumlichkeiten der Rösterei ist auch genügend Platz für bis zu 10 Personen. Entsprechend haben wir wieder leckeren Kaffee aufgebrüht, die Besonderheiten unserer verschiedenen Kaffees und Zubereitungsmethoden erklärt und ein wenig von unseren sagenumwobenen Brownies gereicht. Ein kleiner CoffeeShot durfte natürlich auch nicht fehlen, ich persönlich bevorzuge ja den mit etwas Chilli. Zum Abschluss haben wir dann noch die Röstmaschine angeworfen und gemeinsam mit den Besuchern feinen CrossCoffee Röstkaffee hergestellt. Uns und den Besucher hat es sehr gefallen, wir werden solche Nachmittage gerne wiederholen.
